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Karlheinz Schühle

Von Stadtwiki

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Karlheinz Schühle (* 2. Oktober 1948; † 22. März 2022) war von 1978 bis 2010 Bürgermeister von Wimsheim. Von 1989 bis 2019 war er zusätzlich Mitglied des Kreistags des Enzkreises. Von 2004 bis 2007 gehörte er der Verbandsversammlung des Zweckverbands Stadt + Kreissparkasse Pforzheim Enzkreis Calw an und von 2008 bis 2019 war er Verwaltungsratsmitglied der Sparkasse Pforzheim Calw.

Nachruf auf Karlheinz Schühle

Pläne hatte Karlheinz Schühle noch kräftig geschmiedet. Im September wollten seine Ehefrau Doris und er per Zug und Bus durch Montenegro reisen. Auf den Spuren seiner Leidenschaft für die Schiene, die er auch im Wimsheimer Zuhause immer weiter im Modell ausgebaut hat. Karlheinz Schühle hat seinen Beruf, der ihn schließlich für 32 Jahre an die Spitze der Wimsheimer Verwaltung geführt hat, nicht umsonst so verstanden: „Der Bürgermeister muss die Lokomotive sein." Dass dieser tatkräftige Mann im Alter von 73 Jahren verstorben ist, macht seine Familie und seine vielen Wegbegleiter fassungslos.

Der Freund habe Wimsheim seit 1978 bestens für die Zukunft aufgestellt, sagt Schühles langjähriger Amtskollege aus Niefern-Öschelbronn, Jürgen Kurz. Und der kleine Heckengäu-Ort ist in seiner Ägide enorm gewachsen. Als Schühle Ende Mai 2010 in den Ruhestand ging, war Wimsheim 50 Prozent größer als bei seinem Amtsantritt.

Aber wie hat er dabei die Rolle der Lokomotive für Entwicklungen in der Gemeinde ausgefüllt? Wer den aktiven Rathauschef erlebt hat, der für die Freien Wähler auch lange Jahre eine Stütze im Kreistag des Enzkreises und in der Regionalverbandsversammlung Nordschwarzwald war, der weiß: Der Schwabe Schühle war eher selten derjenige, der mit langen Redebeiträgen das Wort geführt hat, aber oft einer derjenigen, die eine Sache dann auf den Punkt gebracht haben. Ziele, von denen er überzeugt war, habe er beharrlich verfolgt, sagt Ehefrau Doris. Zielstrebig, sachlich. Und er selbst hat der PZ einmal über sich gesagt: „Für halbe Sachen war ich nie zu haben."

Um an der Zugspitze keine falsche Richtung vorzugeben, setzte Schühle auf engen Kontakt zu den Leuten. Er sei keiner gewesen, der im Rathaus gesessen sei, ohne sich im Ort sehen zu lassen, hat sein Wurmberger Bürgermeisterkollege Helmut Sickmüller einmal über Schühles und sein eigenes Selbstverständnis gesagt. Wenn Vereine in Wimsheim feierten, war der Bürgermeister da. Und nicht nur mal kurz sondern voll und ganz, immer im Gespräch. „Kontakt war ihm zu allen wirklich wichtig", sagt Doris Schühle, „egal ob es der Landrat war oder der Busfahrer."

Eine solche Amtsführung hat Folgen: Wenn die Schühles durch den Heimatort spazierten, kamen sie nicht weit ohne „ein Schwätzle", sagt Ehefrau Doris, die selbst nach drei Jahrzehnten als Vorsitzende des Landfrauenvereins ein bekanntes Gesicht ist. Und in der Gemeinschaft von Vereinen fühlten sich beide noch aufgenommen. Zum Beispiel als Schlachtenbummler zu großen Radball- und Kunstradmeisterschaften.

Das Ehepaar hat 2021 im Familienkreis mit Geschwistern, mit Tochter, Sohn, sechs Enkeln und einem Urenkel Goldhochzeit gefeiert. Schühle hat nach seinen Bürgermeisterjahren besonders die Zeit für die Familie genossen, die ihn früher mit Wimsheim teilen musste. Und das Paar hat über die Jahre fast ganz Deutschland durchwandert. „Wir konnten auch mal eine Stunde nebeneinander gehen, ohne ein Wort zu reden", sagt sie, „verstanden haben wir uns trotzdem."

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